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Glücksspiele in der neuen Welt

Die neue Welt, die alsbald alt genug war, um auf den Namen Nordamerika zu hören, löste einen wahren Rausch in der restlichen Welt aus und inspirierte einige der größten Denker ihrer Zeit. Für viele Jahrhunderte strömten Auswanderer in das Land, um dort einen neuen Anfang zu wagen und ein Stück vom amerikanischen Traum abzukommen. Daran hat sich bis heute nur wenig geändert. Was die Geschichte des Glücksspiels betrifft, so sind in Amerika alle möglichen Spielkulturen zusammengekommen und zu einem faszinierenden Mix aus Spielen, Traditionen und Spielkultur verschmolzen. Dort entstanden dann in den frühen Jahren der USA auch praktisch alle Casino Spiele, die wir heute kennen. Glücksspiel im Spiegel der Zeit – Spiele in der neuen Welt

Während Spiele, wie Black Jack oder Roulette lediglich Modifikationen von bereits existenten Spielen waren, so gelten andere, wie Craps, Poker und die Spielautomaten als uramerikanisch. Wie bereits in den vorigen Artikeln erwähnt, waren die Würfel das dominante Glücksspiel in den armen Schichten der europäischen Bevölkerung. Diese Tradition setzte sich in Amerika fort. Die erste Version des modernen Craps entstand in New Orleans im frühen 19. Jahrhundert und wurde schnell von den Riverboat Casinos und dem Goldrausch ins ganze Land getragen. Poker hatte jedoch keinen einfachen Start. Da es oft von zwielichtigen Gestalten in fragwürdigen Etablissments gespielt wurde, hatte es anfangs keinen sehr guten Ruf – verbreitete sich aber dennoch schnell und hielt auch bald Einzug in die höheren Gesellschaftsschichten.

Ein weiterer Meilenstein der Glücksspielgeschichte kann dem Amerika um 1900 zugeschrieben werden. In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Spielautomaten erfunden. Diese schafften es in weniger als einhundert Jahren, zu einem der beliebtesten Glücksspiele des Landes aufzusteigen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts formten sich zwei der größten Glücksspielmetropolen der Welt. Atlantic City war zu diesem Zeitpunkt schon lange ein beliebtes Ausflugsziel gewesen, aber erst in den 1930ern wurden dort die ersten Casinos gebaut. Las Vegas, das als Wüstenkaff anfing, in dem Pioniere eine Pause einlegen konnten, war schon immer ein wenig schäbig gewesen. Als aber der Hooverdamm 1935 fertiggestellt wurde, begann der Stern der Stadt zu steigen. Einige Mafiosi kamen in die Stadt, um die ersten Casinos zu gründen – hauptsächlich, um dort Geld zu waschen. Als es darum ging, welche Casino Spiele angeboten werden sollten, griff man auf die amerikanischen Klassiker zurück: Craps, Black Jack und die Spielautomaten.

Trotz Vegas' krimineller Vergangenheit – oder vielleicht auch gerade deswegen – zog es immer mehr Leute in die "Sin City". Filmstars, Sänger, exzentrische Millionäre und weniger bekannte Stars und Sternchen strömten in die Stadt, wenn sie Spaß und Unterhaltung haben wollten. Schnell hatte die Neugier auf dieses funkelnde Juwel auch den Rest der Welt gepackt, und die Stadt wurde von Touristen bestürmt. Jahrzehntelang galt Las Vegas als die Referenz für alles, was mit Glücksspiel zu tun hatte. Aber dann kam die Stunde der Online Casinos.


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