Aus für Moskauer Casinos – Poker lebt!
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Zu Beginn dieses Monats ist es endgültig soweit. Das Glücksspielverbot in Moskau und Russland tritt aller Widerstände zum Trotz in Kraft. Zehntausend von Arbeitsplätzen sind bedroht, und eine reiche Glücksspielkultur droht nun sang- und klanglos unterzugehen. Lediglich Poker könnte diesen Glücksspiel-Gau überleben, da es sich in einer rechtlichen Grauzone bewegt: Es darf als Sportveranstaltung weiterhin gespielt werden.
Das Anti-Glücksspielgesetz wurde bereits 2006 unter Präsident Putin verabschiedet. Der damalige erste Mann Russlands wurde nicht müde, gegen das Glücksspiel zu wettern: „Die Spielsucht in unserem Land ist noch gefährlicher als der Alkoholismus.“ Fast drei Jahre später wird das heiß diskutierte Gesetz vom neuen Präsidenten Dimitri Medwedew nun doch noch umgesetzt.
Besiegelt wird damit vor allem der Untergang eines der lukrativsten Wirtschaftszweige im Tourismusbereich und der über 15 Jahre alten Glücksspielkultur des Landes. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes in den 90er Jahren hatte in Russland Goldgräberstimmung geherrscht. Viele Russen feierten ihre neue Freiheit mit einem Ausflug in die wie Pilze aus dem Boden schießenden Casinos. Auch wenn dieser Boom natürlich nicht von Dauer war und sich das Wachstum der Spielangebote bis heute weitgehend normalisiert hatte, erscheint das 2006er Gesetz weitesgehend sinnfrei. Tatsächlich ist es ein verzweifelter Versuch der Regierung, dem Geldwäschegeschäft der Moskauer Unterwelt Einhalt zu gebieten; eine Aktion, die bereits jetzt gescheitert scheint. Schon lange bevor das Gesetz in Kraft trat, hatte die russische Mafia ihr Geld aus den Casinos gezogen und wäscht ihre Millionen nun fröhlich andernorts, womit das Verbot in erster Linie die fast 500.000 Beschäftigten der legalen Casinos trifft.
Doch es gibt auch einen Hoffnungsschimmer. Das neue Gesetz nimmt Poker von dem Glücksspielverbot aus, wenn es sich beim Spiel um eine Veranstaltung mit sportlichem Hintergedanken handelt. Inwiefern hier Geldeinsätze und Gewinne geduldet werden, muss die Praxis zeigen. Es ist auf jeden Fall ein massiver Anstieg von Pokerspielern in Russland zu erwarten.
Neben dem Poker-Schlupfloch befürchten Experten nun aber vor allem den Rückzug des Glücksspiels in Hinterzimmer und damit vornehmlich wieder in die Hände der kriminellen Organisationen. Das Glücksspiel würde mit dem neuen Gesetz nicht eingedämmt, es würde lediglich den offiziellen Autoritäten schwerer zugänglich gemacht, meint Filipp Solotnitski, Sprecher der Moskauer Polizei. „Wir erwarten, dass illegale Etablissements entstehen, kleine Treffpunkte wie zu Sowjetzeiten in Wohnungen und Ferienhäusern.“ so Solotnitski weiter.
Zum Glück liegt ein solches Gesetz zu diesem Zeitpunkt nicht in unserer Zukunft. Wir dürfen auch weiterhin in den besten Casinos und Online Casinos unserem liebsten Hobby nachgehen. Und wer sich schon mal auf den Ansturm der russischen Pokerspieler vorbereiten möchte, der kann sich hier bei GamblingPlanet.org sein Lieblingscasino aussuchen und mit einer Partie Online Poker üben.
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02-Jul-2009, 04:50








