Casino in Zürich – die Chancen stehen gut
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Bereits im März 2007 blickte die schweizerische Casinobranche hoffnungsvoll nach Bern. Die Spielbankenkommission riet dem Bundesrat damals aber von der Vergabe neuer Casinolizenzen ab: Man wollte den bestehenden Casinos nicht verfrüht Konkurrenz schaffen. Die etablierten Casinos – sieben mit der großen A-Lizenz und zwölf mit der kleineren B-Erlaubnis – durften also für drei weitere Jahre ungebremst die Casinobranche beherrschen.
In der Schweiz erzielten die Casinos während der Wirtschaftskrise 2008 fast eine Milliarde Schweizer Franken (etwa 660.000 Euro) an Spielerträgen. Davon flossen rund 440 Millionen über die AHV in die Kassen des Staates.
Im Herbst ist es nun soweit: Der Bundesrat erhält neue Empfehlungen für die Zukunft der Casinobranche. Sämtliche Zweifel über die Sozialverträglichkeit von Casinos sind längst durch entsprechende Untersuchungen ausgeräumt. Spielsucht kostet den Staat zwar fast 3.000 Schweizer Franken (rund 2.000 Euro) pro Kopf und Jahr – aber ohne Casinos würde die Problematik nicht verschwinden. Bern sieht also keine Probleme – und hofft auf neue Steuereinnahmen.Sollte der Bundesrat Zürich mit einer Casinolizenz bedenken, dann liegen bereits alle Pläne bereit. 2007 wollte die Casino Zürich AG ein B-Casino in der alten Börse unweit des Paradeplatzes bauen. Mit 14 Tischen und 150 Automaten sollen die Spieler dort zum Spielen animiert werden. Und die Chancen stehen gut: Im Verwaltungsrat der Casino Zürich AG sitzen Christian Vollmer, CEO der Escor Casinos, und Susanne Zimmerl, Verwaltungsrätin der ACE Casino Holding, Teil von Novomatic, ein österreichischer Spielautomaten Konzern mit 4 Milliarden Franken Umsatz jährlich. Die ACE ist bereits an den B-Casinos in Bad Ragaz, Locarno und Mendrisio beteiligt.
Doch Zürich hätte Platz für deutlich mehr. Ein vollwertiges A-Casino in der Limmatstadt hätte das Potential für ein Casino der Extraklasse. Ein solches ein Prestigeobjekt bräuchte aber auch einen exklusiven Standort. Nachdem die umstrittenen Pläne für das Kongresshaus per Volksentscheid abgelehnt wurden, wendet man nun den Blick gen Norden. Am Flughafen entsteht gerade der 1 Milliarde Schweizer Franken teure und 200.000 Quadratmeter große Shopping- und Dienstleistungskomplex namens "The Circle at Zürich Airport". Für ein Casino das ideale Umfeld.
Die ESBK und der Bundesrat werden beim Gedanken an ein Casino in Zürich ganz woandershin schauen: auf die zu erwartenden Steuereinnahmen nämlich. Das nahe Grand Casino Baden gab zwischen 2002 und 2005 etwa 210 Millionen Schweizer Franken an die Staatskasse ab – das ist weit mehr als bei jedem anderen Casino in der Schweiz. Ein A-Casino in Zürich dürfte also nicht nur für die Betreiber, sondern auch für den Staat eine wahre Goldgrube darstellen. Ein guter Grund für die Entscheidung, selbst wenn Baden dadurch einige Einnahmen einbüßen müsste.
04-Nov-2009, 07:02









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