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Die Geschichte dreier Poker Firmen Teil II: die WPT

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Im zweiten Teil unserer Reihe über Poker Firmen beschäftigen wir uns mit den Höhen und Tiefen der World Poker Tour (WPT). Anders als Planet Poker war die WPT keine Neuheit (diese Ehre gebührt unserem dritten Kandidaten, der WSOP). Wohl aber führte sie eine Reihe an Neuerungen ein, die ihr den Erfolg garantierten. Für eine Weile reichte das aus, um die WPT ganz oben mitspielen zu lassen. Die Geschichte dreier Poker Firmen Teil II: Die WPT

2002 gegründet, hielt die WPT ihr erstes Turnier im Folgejahr in Las Vegas ab. Das Timing war perfekt: Der Pokerboom war gerade dabei seinen Höhepunkt zu erreichen, und Las Vegas war so beliebt wie nie zuvor. Viele neue Spieler liebten die WPT wegen ihres modernen Auftretens und des Medienrummels, den sie inszenierte. Vor allem die neuen Hole-Card-Kameras bei den Fernsehübertragungen galten als revolutionär und machten Texas Holdem Poker mit einem Mal abendprogrammtauglich. Auch der professionell angelegte Marketingplan war ein voller Erfolg: Millionen von Spieler (vor allem viele Neueinsteiger) ernannten die WPT schnell zu ihrem Lieblingsturnier.

Der Investitionsplan ging auf, und die Gewinne der WPT waren mehr als nur ein bisschen beeindruckend. 2004 ging die Firma an die Börse und die Aktien erreichten mit $ 29,50 ihr All Time High im Jahre 2005. Angeblich bot Poker Legende Doyle Brunson in dieser Zeit über 700 Millionen US-Dollar für die Marke; World Poker Tour Enterprises (WPTE) lehnte jedoch ab. Doch die Konkurrenz schlief nicht. Satellite-Turniere gehörten schnell zum Standard eines jeden Pokerturniers und auch die Hole-Card-Kamera war schnell kopiert. Es wurden mehrere Fernseh-Pokershows aus dem Boden gestampft, und die WPT verlor schnell den Glanz des Neuen. Da das Turnier sonst im Prinzip nicht Besonderes zu bieten hatte, fielen die Aktien schnell in den Keller – Ende 2005 war sie nur noch fünf bis sieben US-Dollar wert.

In den nächsten zwei Jahren geriet World Poker Tour Enterprises immer mehr ins Schwimmen und hielt sich nur knapp mit dem guten Ruf des Turniers und dem generellen Pokerboom über Wasser. Als dann 2008 die Wirtschaft einbrach, stürzte auch die WPT. Mehrere Events wurden abgesagt, andere verzeichneten so wenige Spieler, wie nie zuvor. Die WPTE verlor immer mehr Geld, bis die Aktie schließlich Anfang 2009 für unter einen US-Dollar gehandelt wurde.

Im September 2009 kaufte dann Peerless Media – eine Division von PartyGaming – die WPT für lächerliche 12,3 Millionen US-Dollar. Zwar erholten sich die WPTE Aktien ein wenig, aber die Tage als Marktführer sind für die World Poker Tour ganz klar vorbei. Nun hoffen Spieler überall auf der Welt, dass der neue Betreiber das Turnier wieder auf alte Höhen tragen kann. Für PartyGaming ist der Kauf der WPT auf jeden Fall ein geschickter Schachzug, kann die Online Firma nun doch auch ein großes Live Pokerturnier zu seinen Vorzügen zählen.

28-Oct-2009, 10:21

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