Die European Poker Tour
Rss-
Vor allem die High Roller unter den Pokerspielern wissen es bereits: Die WSOP 2010 ist nicht das einzige absolute Muss für Spieler. Nach einem relativ schwachen Start in Osteuropa startet die European Poker Tour (EPT) in dieser Saison voll durch. Die Startschwierigkeiten waren vor allem durch das kurz vor Beginn des Turniers beschlossene Glücksspiel- und Pokerverbot in Russland zu begründen. Dass es nichts mit schlechtem Poker auf der EPT zu tun hatte, bewiesen die Teilnehmerrekorde in den westeuropäischen Ländern wie England und Frankreich. Der nächste Stopp ist in wenigen Tagen in Kopenhagen, und im März kommt die European Poker Tour dann auch nach Deutschland: Die EPT in Berlin soll ein absolutes Mega Event werden. Ein guter Anlass für uns, mal einen etwas genaueren Blick auf dieses phänomenale Turnier zu werfen.
Die European Poker Tour wurde 2004 im Rahmen des weltweiten Texas Hold’em Poker Booms gegründet. Im Prinzip ist die EPT der kleine Bruder der WPT, nur wurde hier vom Erfinder der European Poker Tour – dem erfolgreichen TV Produzenten und Pokerspieler John Duthie – alles etwas besser organisiert. Turnierplanung, Medienabdeckung, Spielerbetreuung: alles liegt bei der EPT in einer Hand.
Der anfänglich wichtigste Unterschied zu den konkurrierenden Turnieren war die Anzahl der Final Table Seats (acht statt sechs) sowie das relativ niedrige Buy-In und dessen Effekt auf den Preispool. Die Buy-Ins der European Poker Tour waren anfänglich nur ungefähr halb so hoch, wie die der WPT. Dementsprechend konnte die EPT weniger Poker Stars anlocken und niedrigere Preisgelder versprechen. Trotzdem trugen die Sieger der ersten beiden EPT Veranstaltungen Preise von über 100.000 US-Dollar aus dem Saal – mehr als genug, um auch die Poker Veteranen aufhorchen zu lassen.
In den Jahren 2007 und 2008 holte die European Poker Tour dann mächtig auf: Buy-Ins und Teilnehmerzahlen stiegen drastisch und das Turnier wurde weltberühmt. Inzwischen findet man alle Größen der Pokerszene in der EPT: Phil Ivey, Joe Hachem, Marcel Luske, Ram Vaswani, Patrik Antonius und Andy Black haben schon an den EPT Finaltischen gespielt. 2008 wurde auch die erste European Poker Tour außerhalb Europas abgehalten. Das PokerStars Caribbean Adventure wurde auf den Bahamas ausgespielt und wurde von vielen Teilnehmern als das beste Turnier überhaupt bezeichnet.
Einer der großen Reize sind natürlich auch die vielen verschiedenen Austragungsorte. Während viele andere Turniere immer wieder zu denselben Orten zurückkehren, macht die EPT in den Casinos in der unterschiedlichsten Städte Halt. London, Dublin, Kopenhagen, Baden, Monte Carlo, Deauville, Prag, Warschau, Sanremo und viele andere Städte waren bereits Austragungsort der European Poker Tour.
In dieser Saison geht es nicht mehr, wie in den ersten Turnieren, um Hunderttausende, sondern um Millionen von US-Dollar. Die EPT hat sich zu einem der ganz großen Poker Turniere gemausert – zu Recht. Es dürfte kaum ein Poker Turnier geben, das sich besser um seine Spieler kümmert und das besser organisiert ist als die European Poker Tour.
Die European Poker Tour wird durch den Pokergiganten PokerStars.com finanziell unterstützt und für alle, die die EPT gerne genießen wollen, sich aber nicht von ihrem Bürostuhl wegschleichen können, werden die Highlights der European Poker Tour in Deutschland auf dem Fernsehsender Eurosport übertragen.Wer sich mit dem Gedanken trägt, an der European Poker Tour teilzunehmen, kann sich auf ihrer offiziellen Homepage zu einer Qualifikation anmelden. Sogar für die EPT in Kopenhagen in knapp zwei Wochen gibt es noch einige wenige Plätze. Also nichts wie los!
[Lars Eggers]
05-Feb-2010, 06:20











Bespreche diesen Artikel auf unserer
Kommentare
Neuen Kommentar schreiben