„Echtes Poker“ im Vergleich zu „virtuellem Poker“
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In einem gemütlichen Umfeld zuhause mit Freunden oder in einem echten Casino in Las Vegas oder sonst wo zu spielen, unterscheidet sich von der Online-Variante sehr stark. Zuhause hat man vielleicht mit den Regeln Setzen und Mitgehen gespielt, vielleicht auch noch mit Erhöhen. Runden gehen oft so lange, bis es einen Showdown gibt und der Spieler mit den besten Karten gewinnt. Zuhause verliert oft der beste Spieler und der, der die besten Karten hat, gewinnt. Beim Online-Poker muss man sich erst an das virtuelle Umfeld gewöhnen. Aber sobald man seinen Spielstil darauf abgestimmt hat, kann Online-Poker sogar noch mehr Spaß machen als das Spiel zuhause oder im Casino! Auf dieser Seite haben wir ein paar der wichtigsten Unterschiede zwischen echtem und virtuellem Poker hervorgehoben. Obwohl es VIELE Unterschiede gibt, befassen wir uns auf dieser Seite hauptsächlich mit den Besonderheiten der unterschiedlichen Spielvarianten. Es gibt 3 Hauptunterschiede; und zwar bei Online-Turnieren, bei der Ante-Struktur und beim Setzen.
1. Das Online-Turnier
Wenn man zuhause spielt, kann es vorkommen, dass der Spieler mit den besten Karten gewinnt und nicht der beste Pokerspieler der Runde, nur weil derjenige mit seinen Karten gerade Glück hatte. Beim Onlinespiel zählt dein Können jedoch wesentlich mehr als zuhause. Wenn man sich überlegt, dass es bei Online-Poker normalerweise um wesentlich größere Summen geht, kann man gut nachvollziehen, dass sich jeder mehr anstrengt um zu gewinnen. Man sollte also Onlinespiele ein wenig ernster nehmen und z. B. nicht unüberlegt nach den Karten des Anderen fragen, nur weil man neugierig ist. Denk mehr über deine Strategie nach, wenn es dir wirklich ums Gewinnen geht. Schau dir Strategiebücher an, die dir beim Onlinespiel weiterhelfen können, ein bisschen Recherche kann sich durchaus lohnen. Es ist ratsam, die Strategie, die du dir ausgesucht hast, zuhause auszuprobieren. Denk daran, dass es sein könnte (und höchstwahrscheinlich auch so ist), dass du im Internet auf sehr talentierte Gegner triffst.
2. Ante-Struktur
Nun zu den praktischen Unterschieden: Bei Online-Poker muss man normalerweise keinen Ante-Einsatz tätigen; mit Ausnahme von Seven Stud Poker. Allerdings funktionieren die forcierten Einsätze zuhause ähnlich: Der Spieler, der links vom Geber sitzt, muss einen kleinen Einsatz tätigen und der nächste Spieler den etwas größeren. Die anderen Spieler müssen dann genauso viel wie der zweite Spieler setzen oder erhöhen, um den Flop zu sehen; um mehr Karten zu erhalten, muss nicht gesetzt werden.
Versuchen wir es einmal mit einem einfachen Beispiel: Bei einem Spiel gibt es 6 Spieler, der Small Blind beträgt € 0,50 und der Big Blind € 1,00. Vor dem Flop beginnt das Spiel damit, dass der erste Spieler den Small Blind (€ 0,50) setzt, Spieler 2 setzt den Big Blind (€1), Spieler 3 passt, Spieler 4 geht mit dem Big Blind mit (€ 1), Spieler 5 erhöht den Big Blind (€ 2), Spieler 6 (der Geber in dieser Runde) passt. Jetzt ist wieder Spieler 1 an der Reihe, der passt, Spieler 2 geht mit der Erhöhung mit (€ 1), Spieler 3 geht ebenfalls mit (€ 1). Das Setzen fängt mit dem Big Blind an, da der Spieler mit dem Small Blind (Spieler 1) nach dem Flop aufgegeben hat.
3. Einsätze
No-Limit-Poker ist die Art von Online-Poker, welche der Variante, die man zuhause spielt, am ähnlichsten ist. Bei No-Limit-Partien besteht der größtmögliche Einsatz aus allen Chips, die auf dem Tisch liegen. Es gibt jedoch immer noch einen Mindesteinsatz. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass man bei No-Limit-Poker aufgeben muss, wenn jemand anders mehr Chips setzt als man selbst übrig hat. Dies ist keineswegs der Fall! Wenn der Spieler vor dir € 20 setzt und du nur noch € 10 übrig hast, musst du nur mit € 10 mitgehen. Wenn du der einzige Mitspieler bist, hat dein Gegner € 10 gewettet.
Gibt es jedoch noch einen dritten Spieler, der mehr als € 20 übrig hat, muss er/sie € 20 geben. Dein € 10-Wetteinsatz kommt dann in einen separaten Pott. Wenn es zum Showdown kommt, bist du noch im Wettbewerb um den Pott, in welchen du deine letzten € 20 investiert hast. Die anderen beiden Spieler können um die € 30 plus die zusätzlichen € 20 spielen. Wenn du am Ende das beste Blatt hast, gewinnst du die € 30. Der Spieler mit dem zweitbesten Blatt gewinnt den Rest. Hat allerdings ein anderer Mitspieler die besten Karten, gewinnt er/sie das gesamte Geld beider Pötte.
Die Einigung über den Einsatz für Pott-Limit-Poker ist ähnlich wie beim No-Limit-Poker, d. h. die Einsätze können irgendwo zwischen dem festgelegten Minimum und einem Einsatz entsprechend dem gesamten Pott liegen.
Die beliebteste Online-Pokervariante ist Limit-Poker, bei dem die Einsätze festgelegt sind. Wie zum Beispiel eine € 5/€ 10-Runde. Hier sind die Einsätze auf € 5 in der ersten und zweiten Runde festgelegt und werden auf € 10 in der dritten Runde und allen folgenden Runden erhöht. Hier nun ein weiteres Beispiel, bei dem es sich um einen € 2/€ 4-Tisch mit 4 Spielern, Pre-Flop handelt :
Spieler 1 schiebt, Spieler 2 setzt (€ 2), Spieler 3 erhöht (€ 4), Spieler 4 geht mit (€ 4). Spieler 1 passt, Spieler 2 geht mit (€ 4)
Jetzt ändert sich das Einsatzlimit auf den höheren Betrag von € 4 für Einsätze auf den Turn (4 Karten aufgedeckt) und den River (alle Karten aufgedeckt). Das Spiel kann wie folgt weitergehen:
Spieler 2 setzt (€ 4), Spieler 3 gibt auf, Spieler 4 erhöht (€ 8), Spieler 2 geht mit (€ 4).
Wo man spielt










