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Die Ursprünge des Pokers sind sehr umstritten, aber die meisten Spielhistoriker glauben, dass die heutige Form des Pokers aus Elementen verschiedener Spiele abgeleitet wurde.
Der Name „Poker“ kommt höchstwahrscheinlich von einem französischen Spiel aus dem 18. Jahrhundert, das Poque hieß. Einige Historiker sind jedoch der Meinung, dass der Name auch von einem deutschen Wettspiel abgeleitet sein könnte, dem Pochspiel, wobei man ebenfalls blufft. Beim Pochspiel konnten die Spieler anzeigen ob sie aufgeben oder weitermachen wollten, indem sie auf den Tisch klopfen und „Ich poche“ sagten. Um diese Debatte noch spannender zu machen; es gibt auch noch weitere Hinweise, dass der Name möglicher Weise Hindu ist, nämlich pukka.
Eine weitere Erklärung für das Wort Poker ist, dass es von einer Art Untergrundsdialekt abstammt. „Poke“ ist ein Begriff, der von Taschendieben benutzt wurde. Leute, die Kartenrunden organisierten um einen „Sucker“ (Bargeld und Wertgegenstände) aus einer „Poke“ (Tasche) zu ziehen. Diese Leute könnten diesen Begriff untereinander benutzt haben. Wenn man nun ein „R“ an „Poke“ anhängt, so ergibt es „Poker“. Es gibt auch noch diejenigen, die glauben, dass „Poke“ wahrscheinlich von „Hokuspokus“, einem Begriff aus der Zauberei, abstammt.
Einer der wahrscheinlichen „Vorfahren“ des Pokers war das persische Spiel „As Nas“, welches fünf Spieler mit 25 Karten und 5 Farben gespielt haben. Weiterhin war ein Kartenglücksspiel aus dem 16. Jahrhundert, Primero sehr beliebt in Europa und hat viel Ähnlichkeit mit dem heutigen, modernen Poker. Das französische Spiel Brelan und das davon abgeleitete englische Spiel Brag (früher Bragg geschrieben), haben beide Bluffelemente, aber dieses Konzept gibt es ja bei vielen Spielen.
Die ältesten Hinweise auf ein Spiel das Poker heißt, kommen von dem englischen Schauspieler Joseph Cromwell, der berichtete, dass das Kartenspiel 1829 in New Orleans gespielt wurde. Jonathan H. Green beschreibt Poker in seinem Buch „An Exposure of the Arts and Miseries of Gambling“ (1843). Er nannte es damals „das Schummelspiel“ welches auf Mississippidampfern gespielt wurde. Einige Historiker behaupten, dass Green der erste war, der dieses „Schummelspiel“ als Poker bezeichnete.
In seinen Beschreibungen erwähnt er ein Spiel welches mit 20 Karten gespielt wird, bei dem vier Spieler darauf setzen, welcher Spieler die besten Karten hat. Als sich das Spiel in Amerika mit dem kalifornischem Goldrausch gen Westen verbreitete, wurde es mit 52 Karten gespielt. Der Flush wurde eingeführt und andere Regeln kamen während des Amerikanischen Bürgerkriegs hinzu. So auch Draw Poker, Stud Poker (die Variante mit fünf Karten) und die Straße (Straight). Weitere amerikanische Entwicklungen folgten, wie zum Beispiel die Wilde Karte (ca. 1875), Lowball und Split-Pot Poker (um 1900), so wie Pokerspiele mit Gemeinschaftskarten (um 1925). Viele Historiker behaupten, dass die Verbreitung des Spiels in andere Länder, insbesondere nach Asien, dem U.S. Militär zuzuschreiben ist.
Vor den Siebziger Jahren war Poker in Kasinos nicht besonders weit verbreitet, da es schwierig war, Betrug zu verhindern. In den Achtziger und Neunziger Jahren haben viele Kasinos ihre Pokerhallen durch Black Jack und Rouletteräume ersetzt. Bessere Sicherheitsvorkehrungen, viel Werbung für Poker und Pokerturniere haben erneutes Interesse für das Spiel geweckt.
Das Moderne Wettkampfspiel wurde in amerikanischen Kasinos nach den World Series of Poker (WSOP), die 1970 begannen, immer beliebter. Bei der ersten WSOP spielten ganze sieben Spieler. Der aus Las Vegas stammende Kasinobesitzer und Pokerspieler Benny Binion setzte sich stark für diese WSOP ein. Sie fanden im Binion’s Horseshoe Casino statt. Harrah’s Entertainment hat inzwischen eine Reihe von überregionalen Pokerveranstaltungen organisiert, die mit der WSOP jedes Jahr ihren Höhepunkt erreichen.
Die Anzahl der Teilnehmer an den WSOP ist bis jetzt jedes Jahr gestiegen und somit sind auch die Preisgelder in die Höhe gegangen. Mehr als 5.600 Spieler nahmen 2005 an den WSOP teil. Es wurden insgesamt $52 Millionen unter den Siegern aufgeteilt, unter anderem auch der mit $7.5 Millionen dotierte erste Preis, der alle Rekorde brach.
Also das Poker so beliebt geworden ist, kann man den WSOP und der Übertragung der Welt Poker Tour bei ESPN und dem Travel Channel zuschreiben. Zusätzlich trägt die wachsende Anzahl an Onlinepokerräumen zur wachsenden Beliebtheit des Spiels bei.
Die Preisgelder und die Anzahl der Pokerturniere steigen und als Folge begeistern sich mehr und mehr Menschen weltweit für Poker.