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Schlechte Aussichten für NRW-Casinos

21-Aug-2008, 22:18

Der Glücksspielstaatsvertrag, der die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Glücksspiele zum Schutze der Spieler neu regelt, zum Beispiel durch die Einführung von Identitätskontrollen oder Werbeverbote, hat bis Juni dieses Jahres bereits zu erheblichen Einbußen bei den Besucherzahlen und Bruttospielerträgen der vier NRW-Casinos Dortmund-Hohensyburg, Bad Oeynhausen, Duisburg und Aachen geführt. Besonders hart hat es das kleinere Casino Aachen getroffen: aufgrund der rasant sinkenden Besucherzahlen (vor allem wegen des neuen Rauchverbotes) erhielten 6 der 160 Mitarbeiter im klassischen Spiel schon ihre Änderungskündigung. Auch die vom Casino entrichtete Spielbankabgabe an das Bundesland, den Staat und die gemeinnützige Wohlfahrtspflege musste einen Rückgang verzeichnen; von 11,5 Millionen Euro 2006 auf 10,4 Millionen Euro im Jahre 2007. Für 2008 rechnet man um weiteren Rückgang um mehrere Millionen Euro.

Doch auch die beiden größeren Casinos Duisburg und Dortmund müssen Einnahmenbußen und geringere Besucherzahlen hinnehmen.

Neben der bereits ausgesprochenen und weiteren Kündigungen spüren die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der vier Casinos in NRW auch selbst den Rückgang der Besucherzahlen: die Troncs (die Truhen, in denen sich die Trinkgelder der Casinogäste) sind schon lange nicht mehr so stark gefüllt wie früher einmal. Man spricht von einem Minus um 25 Prozent.

Ob der Trend aufgehalten und sogar wieder umgekehrt werden kann, bleibt zu hoffen.



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