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Ende für Fernsehshows
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19-Jul-2008, 12:31
Das ist ein herber Schlag für Günther Jauch: Die Landesmedienanstalt des Bundeslandes Niedersachsen hat weitere Folgen der SKL-Fernsehshow untersagt. Die Medienwächter sind der Meinung, dass die Sendung illegale Werbung für Glücksspiele macht. Und viele weitere Shows könnten auch betroffen sein.RTL streicht die beliebte „5 Millionen SKL Show“, die von Günther Jauch moderiert wird. Der Grund: Seit Anfang 2008 ist jegliche Werbung für Glücksspiel gesetzlich verboten. Der Sprecher des Kölner Fernsehsenders, Frank Rendez, erklärte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AP: „Aufgrund der derzeitigen Rechtslage haben wir die SKL-Show aus der Planung genommen.“
Die für RTL zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) hat dem Sender auf Anfrage Anfang Juli mitgeteilt, „dass die Show in dieser Form nicht mehr zulässig ist“, dies erklärte der Direktor Reinhold Albert der AP. Die SKL in München ist hingegen überzeugt, dass die Jauch-Sendung unter eine Ausnahmeregelung fällt, ein Standpunkt, den das bayerische Innenministerium im Namen der Glückspielaufsichtsbehörde unterstütze, vorausgesetzt, dass im Rahmen der Show Modifizierungen vorgenommen würden.
Seit der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft getreten ist, herrsche in der gesamten Branche eine sehr große Verunsicherung, sagte NLM-Direktor Albert. Sat.1 hat keinen Vertrag mehr mit der Norddeutschen Klassenlotterie (NKL). Die Sprecherin des Berliner Senders, Kristina Faßler, sagte der AP, die Kooperation sei im September vergangenen Jahres ausgelaufen. Sie betraf die Sendung „Mega Clever! Die NKL-Show“ mit Barbara Eligmann und Wigald Boning. Und Nach Ansicht des Deutschen Lottoverbands muss Sat.1 mit dem Verbot der Game-Show „Deal or no Deal“ rechnen. Die zuständige Landeszentrale für Medien und Kommunikation teilte mit, dass sie „keinen Handlungsbedarf“ sehe.
Der Lottoverband fürchtet außerdem um die Fernsehsendungen „Aktion Mensch“ des ZDF, die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“, sowie um die NDR-Umweltlotterie „Bingo“.de
Ab dem 1. Januar 2009 wird auch das Lottospielen im Internet illegal. Norman Faber, der Präsident des Deutschen Lottoverbandes, kritisierte, dass damit 35.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden und den Bundesländern pro Jahr mehr als eine 1 Milliarde Euro fehlen würden. „Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Es ist kein einziger Nur-Lotteriespieler mit einem Glücksspielsucht-Problem bekannt“, meinte Faber.






