- Boni bis zu € 1.000
- exklusiv € 15 gratis
- 15% monatlich Geld zurück
Mit der Geschichte des Glücksspiels von der Antike bis zur Gegenwart befasst sich ab Samstag eine Sonderausstellung in Karlsruhe. Das Badische Landesmuseum verdeutlicht anhand von rund 400 Exponaten die verschiedenen Arten des Glücksspiels und vermittelt die jeweiligen Spielorte – vom glanzvollen Casino bis zur zwielichtigen Schenke.
Gezeigt werden die Anfänge der Lotterie im Mittelalter und der ersten Casinos im 19. Jahrhundert bis hin zu den heutigen Online-Spielen. Anlass der Schau „Volles Risiko! Glücksspiel von der Antike bis heute“ ist unter anderem das 50-jährige Jubiläum des Zahlenlottos in Baden-Württemberg. Landes-Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) sagte am Freitag, die Ausstellung leiste „einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung des Glücksspiels“. Das Landesmuseum verbinde Unterhaltung und Bildungsauftrag.
Den Angaben zufolge belegen archäologische Funde, dass die ersten Glücksspiele vor 5.000 Jahren veranstaltet wurden. Als Würfel seien „Astragale“, also Sprunggelenk-Knöchelchen von Ziegen und Schafen, benutzt worden.
Das Kartenspiel kam im 14. Jahrhundert aus Asien nach Europa. Gemälde etwa von David Teniers d. J. und aus der Schule um Hieronymus Bosch zeigen Spielszenen. Ebenfalls im 14. Jahrhundert entstanden lotterieähnliche Glücksspiele. Das Zahlenlotto wurde jedoch erstmals 1643 nachgewiesen. Im 18. Jahrhundert kam Roulette in Mode. Gezeigt wird eine historische Spielbankeinrichtung aus Baden-Baden. Als besonderes Exponat gilt auch eine Lostrommel aus dem 18. Jahrhundert.
In einer „Automatenhalle“ wird die Weiterentwicklung des mechanischen Glücksspiels dokumentiert – vom Holzflipper über Einarmige Banditen bis zu modernen Geldgewinn-Spielgeräten. Dass die Geschichte des Glücksspiels stets auch mit Verboten verbunden war, zeigen historische Erlasse aus dem 18. Jahrhundert. In einem eigenen Ausstellungsbereich wird zudem über Spielsucht und Falschspielerei aufgeklärt. Die Schau ist bis 17. August zu sehen.