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Seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspiel-Staatsvertrages hat der Internet-Lottovermittler Tipp24 ein gedämpftes Wachstum registriert. Mit 21,5 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 hatte das Unternehmen einen um 20,1 Prozent gestiegenen Umsatz. Im gleichen Zeitraum habe die Zahl der Neukunden in Deutschland bei lediglich einem Drittel des Vorjahreszeitraumes gelegen, so erklärte Tipp24, doch der Erlös an Gebühren und Provisionen betrug ein Fünftel mehr als vor Jahresfrist. Jens Schumann, der Vorstandvorsitzende von Tipp24 nennt Gründe für die schwächelnde Performance im zweiten Quartal: "Die Anforderungen des zu Jahresbeginn in Kraft getretenen neuen Glücksspiel-Staatsvertrags führten einerseits zu erheblichen Aufwendungen für juristische Beratung und andererseits zu deutlichen Kostensteigerungen."
Das Lotteriegesetz zielt auf einen umfassenden Schutz der Glücksspielteilnehmer ab, um vor allem die Spielsucht zu bekämpfen. So wurde zum Beispiel der Registrierungsvorgang für Neukunden erheblich erschwert. Das Unternehmen, das seit 2005 an der Börse notiert ist und nach Bekanntgabe der aktuellen Zahlen leicht zulegen konnte, erwartet für das laufende Jahr trotzdem einen Anstieg des Umsatzes um zehn Prozent und eine jährliche Steigerung um 30 Prozent.