- bis zu € 2.400 Bonus-Geld
- europäisches Flair
- auf Deutsch und in Euro
Glücksspiel: Zauber, Reiz und moderne Legenden
-
28-Aug-2008, 12:20
Die auffälligste Eigenschaft des Glücksspiels ist die Tatsache, dass es normalerweise, wenn nicht immer, eine Aktivität ist, bei der alle Wahrscheinlichkeiten gegen dich sind. Für den Spieler fühlt es sich stets so an, als müsse er den Mount Everest besteigen. Während der Bergsteiger am Fuße des imposanten Berges steht nach oben schaut, so starrt der Spieler auf die unglaublich kleinen Wahrscheinlichkeiten und bereitet sich auf den Kampf vor, der ihm bevorsteht wenn er oder sie zum Beispiel an einem Roulette-Tisch steht. Die Gewinnwahrscheinlichkeiten, die möglichen Wetten, die anwendbaren verschiedenen Strategien, die alle nur dazu beitragen sollen, die Chancen zu erhöhen, die Bank tatsächlich zu knacken - auch wenn die Wahrscheinlichkeit sich nur ein kleines Stück verbessert, geht es diesem Spieler nicht besser als dem Abenteurer am Fuße des Berges. Während er den Berg hinaufsteigt und dabei allem trotzt, was die Natur ihm entgegenstellt, kämpft der Spieler sich durch jedes einzelne Blatt, Runde um Runde. Die Wahrscheinlichkeiten sind gegen beide, also warum es trotzdem versuchen? Es muss doch bestimmt einen leichteren und risikoärmeren Weg geben, Geld zu machen.
Trotzdem haben ein Berg und genauso einige Glücksspielaktivitäten etwas an sich, dass die Menschen motiviert - das Gefühl, den Gipfel des Berges zu erreichen oder das Erstaunen, gegen die Wahrscheinlichkeiten gewonnen zu haben. Den Gesetzen der Mathematik und Logik getrotzt zu haben. So wie der Berg der Freund und die Nemesis des Bergsteigers ist, so ist es für den Spieler das Casino. Durch diese Konstellation sind Hunderte von Legenden, Mythen und so genannte Erfahrungen entstanden. Haben Menschen den Yeti gesehen? Und ist es jemandem wirklich gelungen, die "Bank zu knacken"? Diese Legenden peppen das Spiel nicht nur auf, sie haben eine weitere, sehr wichtige Funktion: sie behalten die Leute auf dem Boden, inspirieren sie, machen sie vorsichtig und sorgen für Mystik. Letztendlich geht es nicht darum, ob Thesen wahr sind oder nicht. Abenteurer haben ihren Big Foot, Yeti und Aberglauben und... das Gleiche gilt auch für die Welt des Glücksspiels.
Ist es zum Beispiel tatsächlich wahr, dass Casino während
der frühen Morgenstunden zusätzlichen Sauerstoff in ihre Flure verströmen
lassen, um müde Gäste davon abzuhalten, ins Bett zu gehen? Gerüchten zufolge
ist es einem britischen Fabrikmaschinisten 1873 tatsächlich gelungen, die Bank
des Casinos von Monte Carlo zu knacken. Und es gibt auch viele inspirierende
und ehrenwerte Geschichten: So wird sich erzählt, dass ein Polizist einer
Kellnerin die Hälfte seines Gewinnes von einem Lotterielos versprochen haben
soll; alle Zahlen wurden gezogen und er hat sein Versprechen gehalten und den
Jackpot mit ihr geteilt (die Gesichte wurde übrigens in dem Hollywood-Film
"Trinkgeld" mit Nicolas Cage verfilmt).Beim Glücksspiel gibt es jedoch weitere moderne Legenden, bittere Ironien des Lebens - Menschen mit so viel Pech, dass man gezwungen ist, sich zu fragen, ob Gott nur darauf wartet, jemandem daran zu hindern, dem Himmel zu nahe zu kommen. Ein Lottogewinner wird von einem Lastwagen überfahren und stirbt wenige Stunden nach seine Gewinn; einem Glücksspieler gelingt es zum allerersten Mal, auf die richtigen ersten fünf ins Ziel kommenden Pferde bei einem Pferderennen zu wetten, um dann feststellen zu müssen, dass seine Frau den Lottoschein in der Waschmaschine gewaschen hat. Das sind die Geschichten, über die man Lieder und Bücher schreibt oder Filme dreht. Sie sind der Motor der Glücksspielbranche - Casinobetreiber brauchen sie, da sie Besucher anziehen, die dann träumen, dass vielleicht, ja vielleicht...
Die Frage ist nicht, ob die Geschichten bewiesen wurden oder
bewiesen werden können - einige davon könnten sehr wahrscheinlich wahr sein -
sondern, dass Glücksspieler nicht immer rational denken und das Spiel das auch
gar nicht von ihnen verlangt. Es eine Frage des Glaubens, so wie bei dem
einsamen Bergsteiger auf seinem Everest.










