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Las Vegas und Nevada feiern in diesem Jahr 75 Jahre Glücksspiel. 1931 wurde das Spielen um Geld in Nevada von Governor Fred Balzar legalisiert und ist seither eine Haupt-Einnahmequelle für den Wüstenstaat und Hauptattraktion für Millionen von Touristen.
Las Vegas, 1905 gegründet, war früher Anziehungspunkt für Arbeiter, die ihr Glück in den Blei- und Silberminen suchten, aber vor allem auch für diejenigen, die an dem Jahrhundertprojekt Hoover Dam mitarbeiteten. Ablenkung fanden die Männer beim Glücksspiel.
Mit dem Bau des Hoover-Staudamms von 1931 bis 1935 und der Legalisierung des Glücksspiels in Nevada 1931 wurde der Grundstein für das schnelle Wachstum der Stadt gelegt. Der Mobster Bugsy Siegel setzte Anfang der 40er Jahre mit dem Bau der ersten Hotels mit integriertem Spielcasino eine Entwicklung in Gang, die bis heute anhält. In den 1950er Jahren kamen zahlreiche Besucher in die Stadt, welche die Atombombentests sehen wollten, die in der Nähe der Stadt in der Wüste stattfanden. Zu dieser Zeit stieg der Einfluss der US-amerikanischen Cosa Nostra, zahlreiche Hotels wurden von ihr kontrolliert. Teile der Gewinne der Casinos wurden von den Gangstern abgeschöpft, bevor sie versteuert werden konnten, und landeten bei den Familien-Bossen, die fernab der Stadt aus Städten wie z.B. Chicago oder Miami die Casinos kontrollierten.
Zehn Jahre später folgt das erste Hotel am berühmten Las Vegas Strip, das El Rancho. Weitere fünf Jahre später eröffnet der berühmt-berüchtigte Benjam (Bugsy) Siegel mit Stargast Frank Sinatra das Flamingo. In den 50er Jahren wird Las Vegas durch die glamouröse Unterhaltungs-Szene und Namen wie Elvis Presley oder den Rat Packs bekannt. Von da an macht die Stadt der Superlative ihrem Namen alle Ehre. 1966 öffnet das Caesars Palace. Das erste Themenhotel, The Mirage, läutet 1989 die Ära der Mega-Ressorts ein. Unaufhaltsam eröffnen weitere Themen-Hotels und Ressorts am Strip. Heute gibt es mehr als 133.000 Zimmer und mehr als 38 Millionen Besucher jährlich. Der Gewinn aus den Spieleinnahmen in Las Vegas lag bei mehr als 7,5 Milliarden Dollar im Jahr 2005.
Touristen suchen ihr Glück in den Kasinos von Las Vegas beim Poker oder Blackjack, im Craps, einem Würfelspiel oder klassisch beim Roulette. Die meisten Spiele haben ihren Ursprung in Europa im 18. Jahrhundert mit Ausnahme der Slot Machines, der einarmigen Banditen. Die hießen vorher „Libery Bell“. Der erste elektronische „einarmige Bandit“ kam 1964 auf den Markt.
Eine Trendwende leitete Steve Wynn 1989 mit der Eröffnung des Mirage ein, das wieder neue und vor allem sehr zahlungskräftige Kundschaft anlocken konnte. In den letzten Jahren versuchte man von offizieller Seite das Image der Stadt von sin city (deutsch: Stadt der Sünde) mit Casinos, Nacktbars und illegaler Prostitution nach city of entertainment (deutsch: Stadt der Unterhaltung) zu ändern, da man die Stadt auch für Familien mit Kindern attraktiv gestalten möchte.
Trotzdem ist und war diese Entwicklung ambivalent; denn während einerseits die Shows größtenteils familienfreundlich gestaltet wurden, finden sich immer noch massenhaft Werbeflugblätter von Prostituierten auf den Straßen. Dennoch: Las Vegas hat vor allem seit den 1990er Jahren einen rasanten Einwohnerzuwachs zu verzeichnen, was darauf schließen lässt, dass die Stadt ihren Ruf erheblich verbessern konnte.
Las Vegas hat noch viel zu tun. Aber es ist auf gutem Weg. Eben doch einzigartig. Weltweit.