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Schummeln nützt nichts: Weshalb Online-Poker sicher ist

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Die erst kürzlich bekannt gewordenen Betrugsfälle bei AbsolutePoker.com und UltimateBet.com haben der Debatte besorgter Spieler um die Sicherheit und Glaubwürdigkeit von Online-Pokerseiten neuen Stoff geliefert.

Viele Pokerräume werden nun bestimmt erklären, dass sie Maßnahmen eingeleitet haben, um Betrügereien zu verhindern, doch die meisten Menschen gehen schließlich davon aus, dass für jede Person oder jede Webseite, die beim Betrug ertappt wird, viele andere stehen, die damit davonkommen. Es liegt ja auch in der Natur der Sache, dass dort, wo es um viel Geld geht, die Menschen zwangsläufig in die Versuchung geraten werden, zu betrügen, um einen Stück vom Kuchen abzubekommen. Bei der explosionsartig wachsenden Beliebtheit von Internet-Poker - sind die wenigen Betrugsvorfälle, die ans Licht kommen, dann nicht lediglich die sprichwörtliche Spitze des Eisberges?  



In der Tat ist diese Frage - entgegen all der positiven, gutgläubigen Gedanken, die gerade in deinem Kopf herumschwirren - nicht halb so rhetorisch, wie sie sich anhören mag, denn die Antwort lautet definitiv: "Nein!" Nein, solche Zwischenfälle wie bei Absolute und Ultimate kommen nicht häufig vor, und nein, wenn du online Poker spielst und das nicht gerade in einem Pokerroom tust, der nicht von der Regierung überprüft wird und auch nicht von anderen Stellen bewertet worden ist (Stichwort: Siegel), dann wirst du nur selten, wenn nicht sogar niemals ein Opfer von Betrügereien werden.

Nur damit wir alle das gleiche Hintergrundwissen haben - so sieht die aktuelle Situation aus:

Wir wissen natürlich, dass Betrug Weltweit als schändlich betrachtet wird und sich in seiner Art ständig wechseln kann. Als Online-Poker vor einigen Jahren auf dem Bildschirm erschien, wurde in Foren und Chaträumen vor allem darüber diskutiert, dass die Spiele manipuliert wären. Fast immerzu richteten sich die Anschuldigungen gegen die Pokerseiten selbst, und es schien, dass jedes Mal, wenn irgend so ein Sprücheklopfer ein schlechtes Blatt hatte, sofort von unfairem Spiel die Rede war.

Diese Behauptungen sind lächerlich; solche Verschwörungstheorien - die Armen verlieren ihr ganzes Geld, indem sie schlecht setzen - werden uns immer begleiten. Es dauert immer eine Weile, den Leuten ihre Ängste zu nehmen, doch letztendlich lösten sich dank des gesunden Menschenverstandes auch diese Beschwerden schnell in Luft auf: Denn wieso sollte es ein Poker-Anbieter nötig haben, zu betrügen, um Geld zu verdienen? Wieso sollte ein Unternehmen seinen Ruf aufs Spiel setzen und sein Werbeimage möglicherweise für alle Zeit trüben, wenn es bereits große Gewinne macht? Einige Pokerräume verdienten damals, als die ersten Gerüchte bezüglich der Betrügereien die Runde machten, schließlich mehr als 1 Million US-Dollar pro Tag. Wieso sollten Online-Anbieter all das wegwerfen wollen? Die Antwort liegt auf der Hand - sie taten es nicht.

Also auch wenn es nach wie vor Betrugsanschuldigungen gegenüber den Webseiten gibt, wurden diese nicht wirklich ernst genommen. Kurz nachdem diese ersten Ängste beseitigt worden, kam in der Online-Glücksspielgemeinschaft ein neuer Verdacht auf: geheime Absprachen.  Die Beschaffenheit von Online-Poker bedeutete immer die eindeutige Möglichkeit geheimer Absprachen (bzw. den Austausch von sehr wichtigen Informationen mit einem anderen Spiel am Tisch). So dauerte es auch nicht lange, bis viele unehrliche Spieler sich diesen Aktivitäten zuwandten und folglich begannen, ihre ehrlichen Mitspieler abzuzocken. Es ist kein Geheimnis, dass die Online-Seitenbetreiber nicht glücklich darüber waren, zu entdecken, dass auf ihren Seiten Absprachen erfolgten. Durch geheime Absprachen können sogar die besten Spieler besiegt werden und ein solches Verhalten von unehrlichen Spielern kann letztendlich sogar dazu führen, dass ehrliche Spieler keine Lust mehr haben, zu spielen - was wiederum zu Einbußen in den Einnahmen der Seitenbetreiber führt.

Also gab es Fälle von geheimen Absprachen? Ja. Und gibt es sie immer noch? Manchmal...

Heutzutage kommen geheime Absprachen in der Branche gelegentlich vor. Und auch wenn die meisten führenden Pokerräume versucht haben, ihre ehrlicheren (oder vielleicht weniger gerissenen) Kunden durch Überwachung, Spurenverfolgung und Ausschluss von betrügerischen Spielern zu beschützen, hat eine kleine Anzahl von Spielern, die schon lange im Geschäft der illegalen Absprachen dabei sind, überlebt. Jeder bessere Online-Pokerraum benutzt modernste Software, die Unregelmäßigkeiten und Wettmuster identifiziert, um die Poker-Gemeinschaft vor unehrlichen Spielern zu schützen - mit Erfolg, da die Anzahl der Spieler, die versuchen, durch geheime Absprachen zu gewinnen, seit der Einführung und dem Gebrauch solcher Software stetig geschrumpft ist. Daher ist der Gedanke, dass es dort draußen jede Menge Geheimabsprachensyndikate gibt, die darauf bedacht sind, sich auf jeden zu stürzen, der sich auf einer Pokerseite anmeldet, genauso abwegig, wie die Vorstellung, dass dich auf deinem Weg zur Arbeit ein Löwe fressen wird: Es passiert einfach nicht, außer wenn du irgendwo spielst, wo du gar nicht erst spielen solltest.


Außerdem wurde schon immer befürchtet, dass Computer zum Spielen und Gewinnen programmiert werden könnten. Diese so genannten "Bots" (von "Roboter") würden, so wurde vermutet, immer logisch spielen, könnten innerhalb kürzester Zeit Wahrscheinlichkeiten berechnen, wodurch sie einen enorm großen Vorteil gegenüber Menschen hätten. Diese Angst wurde auf wenigen Seiten wahr. Doch erneut versprachen die meisten Pokerräume, dass sie solche Praktiken nie anwenden würden. Und alle unabhängigen Überprüfer haben dafür gesorgt, dass das Versprechen eingehalten wurde. Je aktiver ein Bot heute agiert, desto wahrscheinlicher ist es, dass er aufgespürt wird - und desto wahrscheinlicher ist es, dass die Pokergemeinschaft eine solche Seite vollkommen meiden wird.

Die führenden Online-Pokerräume bestehen darauf, dass Online-Poker sicher ist, and als Spieler haben wir absolut keinen Grund, ihnen nicht zu glauben. Schließlich hängt ihre Zukunft davon ab, uns davon zu überzeugen, dass Online-Poker sicher und dafür geben sie Millionen Dollar aus. Wir wissen natürlich, dass es allgegenwärtig Betrugsversuche gibt, doch dass bedeutet nicht, dass Betrüger genauso oft erwischt werden und keinen Erfolg haben, wie es schließlich auch in nicht-virtuellen Casinos und Pokerräumen der Fall ist. So wird es hoffentlich auch weiterhin bleiben, und Vorfälle wie bei Absolute und Ultimate werden wie in der Vergangenheit die Ausnahme bleiben. Doch zu denken, dass es sich bei diesen Beispielen um die Spitze des Eisberges handele, ist reine Paranoia. Online-Poker ist tatsächlich genauso sicher - wenn nicht sogar sicherer - als die nicht-virtuelle Variante.

14-Dec-2008, 18:00

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