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Ein Pokerheld

12-Mar-2008, 17:23

Der 42-jährige Ire, oft „Mad Monk“ genannt, brach in Tränen aus, nachdem er den Engländer Roland de Wolfe im Finale besiegt hatte. Bei der PartyPoker Premier League traten zwölf der weltbesten Pokerspieler an.

20 Jahre hat ES gedauert

„Es hat 20 Jahre gedauert, endlich einen Major Titel zu gewinnen“, freute sich Andy Black. „Es ist ein großartiges Gefühl. Ich war schon so oft in starken Positionen ohne zu gewinnen, dass ich manchmal daran zweifelte, ob ich es überhaupt noch schaffen würde. Ich betrachte diesen Sieg als einen Wendepunkt. Hoffentlich kann ich meine starken Positionen bei Turnieren jetzt in Turniersiege umwandeln.“

Die Karriere eines Siegers

Black hat im Laufe der Jahre Millionen durch Pokern verdient. Sein beeindruckendster Gewinn waren 1,75 Millionen US-Dollar beim WSOP-Hauptevent, nachdem er sich bei PartyPoker.com online qualifiziert hatte. Als Chip Leader wurde Black damals als Favorit gehandelt, um dann schneller zu verlieren als erwartet. Beim WSOP-Hauptevent2 007 und 2008 bei der Aussie Million-Hauptveranstaltung war er nach einem Tag absoluter Chip Leader und lies dann stark nach. Ähnliche Ergebnisse gab es letztes Jahr beim EPT in Dublin, 2006 beim Tournament of Champions der WSOP und nicht zu vergessen, bei den Aussie Millions 2007, wo er Dritter wurde, nachdem er ursprünglich alle dominiert hatte. Zwischen 1998 und 2003 hörte Andy Black mit dem pokern auf und widmete sich dem Buddhismus und verschiedenen Meditationstechniken, von welchen er sich erhoffte, sein Spiel zu verbessern. Bis heute hatte ihm das keinen ersten Platz eingebracht.

Der schwarze Tod

„Der schwarze Tod ist vorbei, ich habe Sie alle fertig gemacht“, scherzte Andy Black. „Dieser Sieg ist besonders wichtig, da er gegen elf der weltbesten Pokerspieler war“, sagte er. In der Finalrunde hatte Roland de Wolfe einen 3:2 Chip-Lead. Beim Finalblatt spielte Black vorsichtig mit einem König Paar. De Wolf checkte mit Dame/Sechs off-suit. Der Flop brachte dann Herz Vier, Pik Acht und eine Herz Sechs und de Wolfe ging All-In. Darauf callte Black und für de Wolfe wurde es eng. Der Turn brachte Karo Acht und nur eine Sechs auf dem River konnte de Wolfe jetzt noch helfen. Aber es kam eine Herz Zwei.

Als Chip Leader ging dann Tony G an den Finaltisch. Zweiter war Andy Black, dicht gefolgt von der russischen Pokersensation Alexander Kravchenko, „Flying Dutchman“ Marcel Luske, Roland de Wolfe und Annie Duke. Das Spiel ging schnell mit hohen Einsätzen und entsprechenden Potts los und als erste musste Annie Duke das Feld räumen. Der favorisierte Kravchenko erhöhte im Pre-Flop mit Sieben/Acht suited. Duke ging All-In mit Ass/Bube off-suit. Nach zwei Damen und einer Acht im Flop besiegelte eine Sieben auf dem River ihr Schicksal.

Als nächster musste Marcel Luske den Tisch verlassen. Der „Dutchman“ ging Pre-Flop All-In mit Dame/Acht off-suit und wurde von de Wolfe mit einem siebener Paar gecallt. Als vierter verließ Kravchenko die Runde. Sein Dame-Paar wurde besiegt, als Black auf dem Turn mit dem König ein höheres Paar erhielt. Als Chip Leader gestartet verließ Tony G als Dritter den Tisch, als er gegen ein Paar Könige von de Wolfe verlor. Bei einem möglichen Straight Flush ging Tony G All-In, aber am Schluss reichte Rolands König-Paar. Danach spielten es De Wolfs und Black unter sich aus.

Der Buy-In

Jeder Spieler hatte einen Buy-In von $ 60.000 zu leisten. Dieser Preispool wurde von PartyPoker.com um $ 280.000 auf $ 1.000.000 aufgestockt. Neun der zwölf Spieler vom letzten Jahr konnten erfolgreich wieder starten, zusammen mit den drei „Neuen“: „Flying Dutchman“ Marcel Luske, Annie Duke und Alexander Kravchenko. Wie zuvor führte der elfmalige WSOP-Bracelet-Gewinner Phil Hellmuth ein Feld an, welches Top-Spieler wie Dave „the Devilfish“ Ulliott, Tony G, Andy Black, Ian Frazer, Roland de Wolfe, Vicky Coren, Juha Helppi und Eddy Scharf beinhaltete. Tony G, Andy Black, Alexander Kravchenko und Marcel Luske hatten sich automatisch für das Finale qualifiziert. Roland de Wolfe und Anni Duke konnten sich in einer Zwischenrunde durchsetzen und zogen so an den Finaltisch ein.

Eine unerwartete Niederlage

Eines der Hauptthemen während des Turniers war die Niederlage von Phil Hellmuth. „Es war nicht mein Spiel, es war eine Krankheit“, resümierte er. Letztes Jahr dominierte der „Poker Brat“ vier Runden souverän. Dieses Jahr beendete er zwei Runden mit Null Punkten (ein Bagel) und wurde daraufhin den Rest der Woche von seinen Pokerkollegen verhöhnt. Phil Hellmuth kommentierte daraufhin zusammen mit Jesse May das Finale. Der Turnierverlauf meinte es auch nicht gut mit Juha Helppi, der die ganze Zeit nach der Form suchte, die man normalerweise von ihm erwartet. Im Gegensatz dazu gewann der Vorjahres-Letzte Tony G dieses Jahr drei Runden. Die Vorrunden verliefen auch für den Champion Andy Black erfolgreich, der mit drei Siegen in Folge einen Hattrick hinlegte.

Eine wahrer Gewinner

Ein PartyPoker-Sprecher: „Andy ist ein verdienter Gewinner. Es wäre ein schwarzer Tag gewesen, wenn er es wieder nicht geschafft hätte. Der Erfolg von Roland de Wolfe ist ebenso verdient. Er zeigte wahres Pokerkönnen und wurde verdient Zweiter. Jeder in dieses Turnier involvierte Spieler fieberte mit, es wurde immer größer und spannender.“

Eddy Hearn von Matchroom Sport sagte: „Die PartyPoker Premier League hat den Hype sogar noch übertroffen. Ich habe noch nie so viele gute Spieler so hart um einen Titel kämpfen sehen und die Tränen von Andy zeigen, wie viel der Titel wirklich bedeutet. Wir planen bereits eine PartyPoker Premier League II, bei welcher der Preispool noch gesteigert wird.“

Im März wird die Veranstaltung zunächst in Großbritannien auf dem Fernsehsender Channel 4 und kurz darauf international ausgestrahlt.

Die Preisverteilung

2008 PartyPoker Premier League - Preisverteilung:

Andy Black (IRE) $ 316.000
Roland de Wolfe (Eng) $ 160.000
Tony G (AUS) $ 136.000
Alexander Kravchenko (RUS) $ 92.000
Marcel Luske (NL) $ 72.000
Annie Duke (USA) $ 58.000
Eddy Scharf (GER) $ 38.000
Dave „the Devilfish“ (ENG) Ulliott $ 38.000
Vicky Coren (ENG) $ 34.000
Juha Helppi (FIN) $ 22.000
Ian Frazer (ENG) $ 18.000
Phil Hellmuth (USA) $ 16.000

Über PartyPoker:

PartyPoker ist eine Tochter der PartyGaming Plc`s, die sich auf Online-Spiele weltweit spezialisiert hat und Portale wie PartyGammon, PartyCasino, PartyBingo, PartyBets, Gamebookers und EmpirePoker betreibt.



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