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Diese Frage wird zurzeit heiß in Bad Oeynhausen diskutiert. Denn was Nordrhein-Westfalen zum 1. Januar noch bevorsteht, haben die Niedersachsen bereits hinter sich. Und auch dort ist das Casino ein außergewöhnlicher Ort, in dem mitunter nicht nur Kugeln, Zahlen oder Glücks-Symbole rotieren. Denn anders als in den Eckkneipen gilt hier verschärftes Nichtraucher-Recht, da die Casinos zu den „kulturellen Einrichtungen“ gezählt werden.
So jedenfalls will es der Mitte dieses Monats zur Diskussion stehende Gesetzesentwurf der Landesregierung, der „zur Verbesserung des Nichtraucherschutzes in Nordrhein-Westfalen“ auf der Tagesordnung steht. „Wird der Entwurf in dieser Form verabschiedet, dann haben wir noch bis zum 1. Juli Zeit entsprechend zu reagieren“, macht eine Sprecherin von Westspiel in Duisburg deutlich.
Das Problem der Spielbanken: Als gastronomischer Betrieb (mit Bar) ist das Ordnungsamt für Kontrollen zuständig, für Kultur jedoch die Landesbehörde. Genau dieses Dilemma hat in Hannover zum Durcheinander geführt, wo wohl einer der größten Raucherbereiche der Landeshauptstadt vergangenen Monat zur Inhalierzone erklärt wurde. Betroffen war der komplette Automatensaal der Spielbank mit seinen rund 180 Geräten.
Den Schnitt für Nichtraucher machten die Niedersachsen beim Roulette im ersten Stock des Gebäudes. Im Erdgeschoss dagegen war des Rauchers Glück auf vier Rädern in Form eines Wägelchens zu sehen, mit dem eine Angestellte Kaffee und Kaltes verkaufte. Die gemütliche Bar im Automatensaal musste stattdessen schließen.
Und auch an den Spieltischen müssen die Raucher nicht lange nach einem Aschenbecher suchen. Denn überall dort, wo es besonders spannend zugeht, glimmt die Zigarette. Ungewiss ist, wie sich diese Konstellation künftig gestaltet.