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Wir lieben ja alle das bunte, schimmernde Leben von Las Vegas, seine einmaligen Welten des Seins und des schönen Scheins. Las Vegas, die Stadt der 100,000 und mehr Hotelbetten, der Casinos und der Themen-Hotelburgen, des Glücksspiels, das Heiratsparadies, Las Vegas ist eine ganze Welt für sich.
Was ist Las Vegas? Eine Insel, eine Oase in der Wüste von Nevada, eine Exklave des Bösen und der Lust? Ein Welt gewordenes Märchen: Irgendwie ist Las Vegas von allem etwas.
So gibt es da viele Namen, die jeweils für eine ganze Erlebniswelt stehen. MGM steht für die Welt von Film und Glamour, Circus Circus für die Zirkuswelt, Monte Carlo für die Mondäne Roulettewelt, Luxor für die Griechisch-Ägyptische Antike, um nur einige zu nennen, und, last but not least, mein Lieblingshaus, Excalibur, das Neuschwanstein von Vegas, für die versunkene Welt des mystischen, höfischen Mittelalters und seiner ritterlichen Sagen und Abenteuer.
Ist es ein Märchenschloss mit rund 4.000 geräumigen Gästezimmern, bequem eingerichtet, vom Dauerstress der ständigen, voll ausgelasteten Belegung seit rund zehn Jahren etwas abgewohnt wirkend, - oder ist es schlicht, und das ist es wohl vorwiegend, ein riesiges Casino von mehr als 10.000 m², mit tausenden Glücksspielautomaten, einem neben dem anderen, 24 Stunden den Tag voll geöffnet und voll in Betrieb?
Ein wahres einziges Glücks Labyrinth ohne Grenzen. Um konkreteren fachlichen Fragen vorzubeugen, es gibt Casinospiele aller Art: Von Blackjack, Caribbean Stud Poker, Craps, Keno, Let it Ride, Pai Gow Poker, 7-Card Texas-Poker über Roulette, Slots, Video Poker und keno, Big Six Wheel (amerikanisches Glücksrad), Mini-Baccarat bis Megabucks.
Und weil das Leben und das Gesetz es so wollen, dass man eben kein Casino dieser Größe so einfach in die Wüste bauen darf, hat man so quasi zur Tarnung, um das riesige Casino herum eine Dekoration, eine tolle Fassade gebaut: ein riesiges Hotel und eine Bettenburg im wahrsten Sinne des Wortes. Da ein solches Megaprojekt auch einen attraktiven Namen brauchte und ein zünftiges Thema, entschied man sich hier für das ritterliche, mystische Mittelalter der Artussage Britanniens.
Schon beim Empfang im Erdgeschoss - in welchem normalen Hotel fände man ein halbes Dutzend Bank-Geldautomaten, wo man Geld ziehen kann (übrigens in casino-markierten 100,00 USD-Noten)? Selbst für die Deutschen EC-Karten gibt es bis zu drei Hunderter täglich. Keine Gefälligkeiten oder besonderer Service, nur eine zusätzliche Verleitung zum aktiveren Spiel, oder sollten wir sagen Verspielen des verfügbaren Geldes.
Das disneyartige Haupthaus wird praktisch umrandet von vier riesigen mächtigen Hoteltürmen zu etwa je 1,000 Zimmern. Trotz aller gigantomanischen Größe, sollten wir sagen wie in Vegas üblich, ist alles doch recht einfach gegliedert. Kommt man am Empfang vorbei, so kann man ebenerdig bleiben und sich direkt in das Spielgetümmel mit den langen Reihen einarmiger Banditen stürzen, echte Profis bedienen da vielleicht zehn in einer Reihe mit je 0,25 $ gleichzeitig, eher ein Fastfood-gambling Stiel. Dafür macht es aber auch gleichzeitig tausenden Amerikanischen Fans Freude.
Interessant ist, dass es meist nicht um viel Geld geht, wie eben z.B. 0,25 $ oder 1,00 $ geht, die gesetzt werden. Es geht wirklich ins Geld, dass man ständig, quasi im Sekundentakt, unmerklich, über Stunden gerechnet, einen Hunderter nach dem anderen setzen kann.
Zum besseren Abtransport der zu erwartenden enormen Mengen an Gewinnmünzen erhält jeder ein mittleres 1 Liter Sandeimerchen, standesgemäß mit dem magischen Hause als Hauptmotiv bedruckt - wenn das kein Glück bringt!
Sonst geht man eben wieder zu einem der hausinternen Bankautomaten und zieht sich neues, spätestens das muss ja dann Glück bringen.
Schon hier fällt auf, dass in das ganze Casinoleben das Thema integriert ist, - so kann man z.B. auch versuchen das Schwert aus dem Stein zu ziehen, dann wird man zwar nicht König von Britannien, leider, aber irgendeinen tollen Preis bekommt man. Welchen weiß ich nicht, war zwar zig mal da, aber, wie im historischen echten Leben,. Bisher hat es keiner geschafft.
Nachdem wir uns jetzt etwas mit dem wahren Herzen des ganzen befasst haben können wir uns zu anderen Gliedern wenden.
Vom Hauptcasino geht es, das Haus ist gut gegliedert, nach unten in den Keller, wo es Spielmöglichkeiten für die Kleinen gibt, wie auf einem richtigen Rummel, Kinder dürfen nach Nevada-Gesetz sich im Spielbereich der Großen nicht aufhalten. Nach oben geht es auf die Restaurant-Ebene, die ebenfalls ziemlich interessant ist.
Zur Massenabfertigung gibt es ein riesiges Round-Table-Buffet (man denke an den großen Runden Tisch der Ritter), das Menu „all you can eat“ zu 7,00 $, aber auch die verschiedensten Themenrestaurants wie Camelot Steakhaus, Sir Galahad Prime Rib, Regale Italian Eatery und Sherwood Forest Cafe (à la Robin Hood). Aber selbst für uns Germanen ist gesorgt mit Weztels Pretzels oder Fast Food - Fans können ins hauseigene McDonads gehen. Esserherz, welche größer Auswahl könntest zu wollen?
Der Aufzug bringt uns ins 19. Stockwerk, in die Welt des heutigen, geräumigen Hotelzimmers mit normaler, ortsüblicher Ausstattung, doch wer kommt schon nach Vegas um zu schauen, was es im Farbfernseher zu bestaunen gibt?
Was kostet das ganze Vergnügen? Es gibt ein Standardangebot von $ 55 bis $ 375 für das Zimmer, inklusive des reichhaltigen Frühstücksbuffets. Dabei sollte man jedoch davon ausgehen, dass derzeit z.B. zwischen $ 69 und $ 98 berechnet werden.
Jedoch auch, wenn man das Zauberwort „Casino Rate“ kennt, kann sich der Preis, wenn nicht gerade Hochsaison ist, z.B. bis auf 29 US - $ mindern.
Damit ist aber die Preisfrage beantwortet - diese Großhotel ist eben zu aller erst ein Casino, verdient sein Geld nicht mit der Wirtschaftlichkeit seiner Zimmerpreise, sondern mit den unbegrenzt fließenden Noten zu 100 USD aus dem Casino-Geschäft.
Wer das berücksichtigt und versteht, der wird hier glücklich und äußerst zufrieden sein.
Wem übrigens das Excalibur nicht genügt, - ist ja schon eine ganze, eigene Welt, der ist mit 50 Schritten im auf seine Art ebenso einzigartigen Themen-Hotel-Casino Luxor (Griechisch-Ägyptische Geschichte, man denke an Cléopatra, Osiris und Ramses) auf der anderen Seite der Straße. Wer bereit ist seine Füße einige male mehr zu heben erreicht leicht auch die meisten anderen bekannten Häuser.
Jedenfalls, egal worum es mir geht, hier im Excalibur kommen wir immer auf meine Kosten, im wahrsten Sinne des Wortes!