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Man geht allgemein davon aus, dass Black Jack wie wir es heute kennen seinen Ursprung in Frankreich hat. Die ersten Aufzeichnungen zu dem Spiels stammen aus dem 17. Jahrhundert. Damals wurde es als „vingt-et-un“ (Französisch für 21) bezeichnet. Ähnlich wie bei anderen Spielen ist die genaue Herkunft des Spiels jedoch nicht bekannt und es sind nur Spekulationen über die Art und den Ort der Entstehung dieses beliebten Spieles möglich. Angenommen wird, dass Black Jack aus anderen ähnlichen französischen Kartenspielen entstanden ist, aber da Glücksspiele auf genauen und ausgeglichenen Kalkulationen basiert, ist dies eher unwahrscheinlich. Kasinospiele entwickeln sich selten ganz aus eigenem Antrieb heraus in andere.
Nichtsdestotrotz ist der Ursprung des Spiels laut einigen Spielhistorikern in derselben Familie anzusiedeln wie z.B. Baccara, Seven-And-A-Half (Siebeneinhalb) und Vingt-et-Un (in den USA als „21“ und in Australien als „Pontoon“ bekannt).
Euch sind die Namen einiger dieser Spiele sicher bekannt, aber was genau sind ihre Gemeinsamkeiten? Tatsächlich wird von all diesen Spielen behauptet, sie seien der Ursprung des heutigen Black Jacks. Aber es ist unmöglich, die Entstehung des Spiels mit Sicherheit zu ermitteln.
Kurz nach der Französischen Revolution 1789 erreichte Black Jack die USA und wurde wegen seiner Flexibilität und Freiheiten beliebt. Professionelle Spieler erkannten schnell, dass Black Jack eine fantastische Möglichkeit bot, Gewinne und Einsätze zu manipulieren und die Glücksspiele konnte aufgrund fehlender staatlicher Regulierungen florieren. Das bot einen exzellenten Nährboden für dieses einzigartige Spiel und es verbreitete und entwickelte sich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, als die US-amerikanische Regierung erkannte, dass eine unregulierte und unkontrollierte Glücksspielindustrie zu massiver interner und externer Korruption führte und ganz offensichtlich organisiertes Verbrechen förderte – oder zumindest die Atmosphäre hierfür bot.
Als sich nach der Aufruhr Las Vegas wieder erholt hatte, wuchs die Beliebtheit von Black Jack immer schneller und das Spiel konnte sofort die Herzen der Spieler für sich gewinnen. Da andere US-Bundesstaaten eher konservativ eingestellt waren und das Verbot von Glücksspielen aufrecht erhielten, entwickelte sich Las Vegas zum Spielparadies der USA – mit Black Jack als eines seiner beliebtesten Spiele.
Als das Spiel jedoch zum ersten Mal in de USA eingeführt worden war, erfreute es sich keiner großen Beliebtheit. Darum versuchten Spielstätten mit verschiedenen Bonusauszahlungen die Spieler zum Spielen zu bewegen. Solch ein Bonus konnte z. B. die 10-zu-1-Auszahlung sein, für den Fall, dass das Blatt eines Spielers aus einem Pikass und einem schwarzen „Jack“ (entweder Kreuz- oder Pikbube) bestand. Aus nahe liegenden Gründen nannte man dieses Blatt dann einen „black jack“, einen schwarzen Buben. Obwohl die Bonus-Auszahlungen bald abgeschafft wurden, wurde der Name beibehalten.
Um 1919 wurden dann spezielle grüne Black Jack-Tische aus Filz hergestellt, und 1931 galt Black Jack nach Roulette und Craps als das beliebteste Kasinospiel in Nevada. 1948 wurde es in Bezug auf die Beliebtheit nur noch von Craps geschlagen. 1958 gab es die ersten statistisch belegten Black Jack-Strategien und das Spiel war auf dem besten Weg, in naher Zukunft das beliebteste Spiel zu werden.