Die Geschichte von Backgammon
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Backgammon hat tiefe Wurzeln und sich über einen sehr langen Zeitraum entwickelt. Der älteste „Vorfahr“ des Backgammons ist ein Spiel namens Senet, das von den alten Ägyptern entwickelt und auf einem Brett mit 3 x 10 Feldern gespielt wurde. Die genauen Regeln sind unbekannt, man vermutet jedoch, dass es sich hierbei um ein Glücksspiel handelte, bei dem es um das Bewegen und Versetzen von gegnerischen Steinen ging, die dann in entgegen gesetzte Richtungen gezogen wurden. Man geht davon aus, dass das Bewegen der Figuren von Würfeln, die aus Knochen und Keramik gefertigt wurden, bestimmt wurde. Bei archäologischen Funden wurden Würfel oft bei diesen Senet-Spielbrettern gefunden. Ein weiteres Spiel, das römische Ludus Doudecim Scriptorum, stammt höchstwahrscheinlich auch von Senet ab. Hier gab es drei Reihen mit zwölf „Punkten“ und es wurde mit drei sechsseitigen Würfeln gespielt. Um 500 nach Christus wurde es nur noch mit zwei Reihen gespielt und später dann Tabula (Latein für Tisch) genannt. Kaiser Claudius soll dieses Spiel mit großer Begeisterung gespielt haben und hatte ein Spielbrett anscheinend sogar an seinem Triumphwagen anbringen lassen.
Das Spiel kam während des 1. Jahrhunderts n. Chr. mit der römischen Invasion nach England. Hier nannte man das Spiel Tables und die Regeln ähnelten mehr der heutigen Variante. Es überlebte das Mittelalter als Wettspiel der Oberschicht und wurde aufgrund dieser Wetteigenschaft in England für einige Zeit verboten.
Zum ersten Mal wurde das Spiel 1645 Backgammon genannt. Man geht davon aus, dass der Name vom mittelenglischen Wort für Spiel, „gam“, und zurück, „back“, abstammt. Zusammengesetzt bedeutete es wahrscheinlich „das Spiel, bei dem man zurückgehen kann“, Bezug nehmend auf einen Spielstein, der geschlagen wurde und somit wieder auf der Bar liegt.
1743 veröffentlichte Edmund Hoyle die ersten offiziellen Backgammon-Spielregeln. 1920 wurde in New York der Verdoppelungswürfel eingeführt, ein Konzept, das die Wetteinsätze schneller in die Höhe steigen ließ. Allerdings hatte dies auch den Effekt, dass es für gute Spieler noch einfacher wurde, die Chancen für bestimmte Positionen, abzuschätzen.
Backgammon selbst hat sich seitdem nicht verändert, doch seine Beliebtheit und die Anzahl der Spieler, die sich eifrig damit befassen, schwankt. Computer haben das Äußere des Spieles grundlegend verändert, und in letzter Zeit ist es zu einem Bestandteil der Onlineglücksspiele geworden. In den USA und Europa werden heute Turniere und jährliche Weltmeisterschaften veranstaltet.
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